Reiseland Äthiopien - Geheimnisvolle Wiege der Menschheit
Äthiopien ist ein Land der Kontraste, Wunder und Legenden, ein Land mit der reichsten Geschichte Afrikas, Heimat einer der ältesten Zivilisationen der Welt und gleichsam ein Land grandioser Naturschauspiele und Landschaften.
Äthiopien hat seinen Besuchern viel zu bieten. Im Norden die „Historische Route“ mit der alten Stadt
Axum mit ihren Stelenfeldern, die vor 3.000 Jahren die Hauptstadt der Königin von Saba gewesen sein soll und wo der Überlieferung zufolge die Bundeslade mit den 10 Geboten verborgen ist;
Gondar mit seinen Burgen und Palästen, das im 17. u. 18. Jahrhundert als erste Hautstadt Äthiopiens seine Blüte erlebte;
Lalibela, der 2.630 m hoch gelegene Ort, mit seinen in einem Block aus dem roten Fels geschlagenen Felskirchen und die viertheiligste Stadt des Islam,
Harar, mit ihrer Stadtmauer und den 99 Moscheen.
In
Dire Dawa kann man jahrtausend alte Höhlenmalereien bewundern; am Tana See die orthodoxen Inselklöster und die gigantischen
Fälle des Blauen Nils, der hier seinen Ursprung hat. Die hohen zerklüfteten Simien Mountains im Norden mit dem 4.620 m hohen Gipfel des
Ras Dashen, grünen Hochplateaus und steil abfallenden Schluchten wie auch die
Bale Mountains im Süden, sind Heimat einer einzigartigen Tierwelt.
Im
Süden begeistern vor allem kleinere Stämme und deren Kulturen; allein das entlegene
Omo Tal ist Heimat einer Vielzahl unterschiedlicher Völker, die ihre Traditionen und Gebräuche bewahrt haben.
Aufgrund der bislang noch schwachen Infrastruktur und der teilweise fehlenden Verkehrssicherheit, ist Äthiopien für Selbstfahrer nicht geeignet. In die meisten Städte führen jedoch recht gute Straßen. Unbefestigte Straßen sollten nur mit Gelände-Fahrzeugen (4 x 4) befahren werden, das gilt ganz besonders während der Regenzeit, wo man – vor allem im Süden – mit überfluteten Straßen rechnen muss.
-
Für eine Reise nach Äthiopien sprechen viele Gründe
-
kontrastreiche Landschaften
-
das Erlebnis einer einzigartigen traditionellen Küche
-
gemäßigtes, mildes Klima
-
Trekkingtouren im Hochgebirge und Wildwasser-Rafting auf reißenden Flüssen
-
zahlreiche Nationalparks zum Schutz der einzigartigen Flora und Fauna
Reiseziele
Der Norden
Faszinierende historische Stätten, unschätzbare Reliquien einer antiken Zivilisation eingebettet in eine atemberaubende Landschaft – das alte Land. Auf dieser Tour bekommen Sie einen Einblick in die wirklich beachtenswerte Vergangenheit Äthiopiens. Auf dem malerischen Weg entlang der berühmten Historischen Route sehen Sie u.a. die
Inselklöster auf dem
Tana See, die Burgen bei
Gondar, die geheimnisvollen
Stelen von Axum, die aus dem Fels gehauenen
Kirchen von Lalibela und die Ruinen des
Palastes der Königin von Saba. Naturschauspiele wie die
Fälle des Blauen Nils oder die 4.600 m hoch reichenden Gipfel des
Simien Gebirges neben tief abfallenden Schluchten runden das Erlebnis ab. Abschnitte dieser Tour können per Flugzeug zurückgelegt werden. Ethiopian Airlines bietet tägliche Verbindungen nach Bahar Dar, Gondar, Axum, Makale und Lalibela.
Addis Abeba – Debre Libanos – Debre Markos - Bahar Dar – Tana See/Inselklöster – Gondar – Semien Gebirge/Ras Dashen – Axum – Makale – Lalibela – Addis Abeba (10 - 12 Tage)
Addis Abeba
Eine 3 Millionen-Metropole umgeben von herrlichen Bergen. Boulevards, schöne Architektur, mildes afro-alpines Klima und die Kontraste von Eselskarawanen, Espressobars und Nachtclubs – man kann viel erleben und unternehmen in der Hauptstadt.
Debre Libanos – Debre Markos
Folgt man der Historischen Route Richtung Norden, erreicht man nach ca. 110 km Debre Libanos. Hier können Erinnerungsstücke des Heiligen Tekle Haymanot besichtigt werden, der im 14. Jahrhundert in einer Höhle 7 Jahre lang auf einem Bein stehend ausharrte. Eine Kirche markiert heute diese Stelle. In der Nähe gibt es noch eine alte „Portugiesische Brücke“ zu besichtigen. Weitere 200 km nördlich lohnt ein Besuch von Debre Markos mit der Kirche des Heiligen Markus aus dem 19. Jahrhundert, wo im Inneren Malereien verschiedene Szenen der biblischen und religiösen Geschichte darstellen.
Bahar Dar – Tana See
560 km nördlich von Addis erreichen wir Bahar Dar, am südlichen Ufer des Tana-Sees gelegen. Hier befindet sich der Ursprung des Blauen Nils mit den spektakulären Tis-Isat Wasserfällen. Zahlreiche Inseln des Tana-Sees beherbergen historische Klöster und Kirchen. Auf der Insel Dega Estefanos befindet sich das Kloster Dega Stefanos, das eine unschätzbar wertvolle Sammlung von Ikonen und alten Schriften beherbergt, auch liegen hier die Mumien mehrerer Äthiopischer Kaiser bestattet. Auf einer weiteren Insel befindet sich das 800 Jahre alte Kloster Ura Kidane Mihiret.
Gondar'
Nördlich von Bahar Dar rund 750 km von der Hauptstadt entfernt, liegt von gewaltigen Mauern umgeben, die prachtvolle alte Königsstadt Gondar. Neben dem eindrucksvollen Palast des Kaisers Fasilidas ist hier eine der schönsten ausgemalten Kirchen Äthiopiens zu bewundern, die Debre Birhan Selassie, von deren Holzdecke Engel mit weit aufgerissenen Augen auf die Besucher herabblicken. Sie ist das einzige Gotteshaus von Gondar, das die Invasion der Derwische überstanden hat und wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.
Axum
Von Gondar führt der Weg durch die grandiose Berglandschaft des Simien Gebirges mit Blick auf den vierthöchsten Gipfel Afrikas, den Ras Dashen (4.620 m). Durch die atemberaubende Landschaft des Tekeze Tales gelangt man nach Axum das aufgrund seiner Vielzahl an antiken Bauwerken gerne auch als ‚Rom Äthiopiens’ bezeichnet wird.
Axum ist der nördlichste Punkt der Historischen Route und die älteste Stadt Äthiopiens. Seinen Höhepunkt hatte das Reich von Axum im 4. Jahrhundert, zu Zeiten des König Ezana. In der Kathedrale der Heiligen Maria von Zion liegt der Überlieferung zufolge die Bundeslade mit den 10 Geboten verborgen. Ebenso berühmt sind die 7 geheimnisvollen Steinstelen - drei davon mit identischen Verzierungen - und alle aus je einem Granitblock gemeißelt. Die Höchste misst 33 m und hat ein Gewicht von 500 Tonnen und war einst, bevor sie in ferner Vergangenheit umstürzte, der größte Monolith der Welt.
Makale
Der Rückweg nach Addis Abeba führt zunächst über das einzigartige Kloster Debre Damo weiter nach Makale, berühmt für die ca. 200 aus dem harten Fels gehauenen Kirchen. Hier kann man die Karawanen der mit Salzblöcken beladenen Kamele beobachten, die auf ihrem Weg aus der mörderisch heißen Danakil-Senke vorbeiziehen.
Lalibela
Der letzte Stopp auf der Historischen Route ist Lalibela, weltberühmt für seine 12 mehrstöckigen Felskirchen, die im 13. Jahrhundert in einem Stück aus roter Basaltlava herausgehauen wurden.
Auf dem Weg nach Addis Abeba passieren Sie das Awash-Tal, wo eine der bedeutendsten paläontologischen Ausgrabungsstätten Afrikas zu finden ist. Hier wurde 1974 das Skelett von Lucy gefunden. Lucy gilt als der erste nachgewiesene Vorfahre des Homo sapiens. Alter: 3.5 Millionen Jahre!
Der Osten
Die Region östlich von Addis Abeba ist heute Heimat einer eindrucksvollen Vielfalt verschiedener Völker - 70 % der Bevölkerung sind Moslems - und einiger der besten Kaffeesorten der Welt. Das flache, trockene Wüsten- und Savannengebiet liegt tausend Meter tiefer als das äthiopische Zentralplateau. Hier schlängelt sich die einzige Bahnlinie des Landes von Addis über Dire Dawa nach Djibouti am Golf von Aden. Dire Dawa wird täglich von Ethiopian Airlines angeflogen. Von hier sind es dann nur noch 50 km auf einer landschaftlich besonders reizvollen Strecke bis Harar, der viertheiligsten Stadt des Islam.
Addis Abeba – Nazaret – Awash National Park – Dire Dawa – Harar – Babille Elephant Sanctuary (4-6 Tage)
Addis Abeba – Nazaret – Awash National Park
Von Addis führt eine gut asphaltierte Straße nach Nazaret (100 km). Von hier geht die Fahrt weiter über Metehara in die Kleinstadt Awash, Ausgangspunkt für einen Besuch im Awash National Park, der für den Fantale-Vulkan, die Heißen Quellen und die Lavafelder berühmt ist. Die Tierwelt ist vielfältig und reicht von Nilpferden über Krokodile, Löwen, Oryx- und Hirschantilopen, Paviane, Warzenschweine und mehr als 400 Vogelarten.
Dire Dawa
265 km von Awash liegt Dire Dawa, Ausgangspunkt für einen Besuch der nahegelegenen Höhlen mit prähistorischen Malereien und für Besichtigungen der Karawanen der Oromo, Afar und Somali, die hier am farbenprächtigen Markt ankommen.
Harar
Nur noch 54 km auf einer gut asphaltierten Straße führen nach Harar, mit seinen 99 Moscheen, eine der vier heiligsten Städte des Islam und Hochburg äthiopischer Muslime. Der Muslim Market und der Christian Market sind einen Besuch wert. Eine weitere Attraktion sind die legendären Hyänen-Männer, welche die aus den Bergen kommenden wilden Hyänen aus der Hand füttern oder ihnen besonders mutig das Futter aus dem eigenen Mund entgegenreichen. Von Harar aus lohnen Abstecher ins nahe gelegene Babille Elephant Sanctuary und ins Valley of the Marvels.
Der Süden
Die Fahrt führt von Addis Abeba Richtung Süden ins Rift Valley, dem beeindruckenden Afrikanischen Grabenbruch, der sich durch den gesamten östlichen Teil des Kontinents zieht und der auch vom Weltraum aus deutlich zu erkennen ist.
Der Süden fasziniert durch seine üppige Vegetation und Artenvielfalt, vor allem aber durch die Vielfalt der Völker und Stämme, die sich hier ihre Traditionen und Bräuche bewahrt haben.
Addis Abeba – Awasa – Arba Minch – Nechisar National Park – Konso– Jinka – Mago Nationalpark – Omo River – Addis Abeba (5- 6 Tage)
Awasa
Von Addis Abeba geht die Fahrt Richtung Süden nach Awasa, entlang einer Kette herrlicher Seen durch das Rift Valley. In Awasa ist der Besuch des farbenfrohen Fischmarktes empfehlenswert und es lohnt ein Abstecher in den nahe gelegenen Bale-Mountains-Nationalpark.
Arba Minch
Die Fahrt führt am Westufer des Abaya Sees, dem größten See des Rift Valley, entlang. Der See leuchtet zum größten Teil dunkelrot, ausgelöst durch eine chemische Reaktion. In Arba Minch bietet sich ein herrlicher Blick über den Chamo-See, den Abaya See und den Nechisar Nationalpark. Ein Besuch des Dörfchens Chencha in den Chencha-Bergen bei Arba Minch ist empfehlenswert. Hier befindet sich der Lebensraum der Dorse, frühere Krieger, bekannt durch ihre riesigen Bienenstockhütten. Die Dorse verdienen sich heute ihren Lebensunterhalt als Weber.
Nechisar National Park
Ein Besuch des Nechisar National Park, Heimat der endemischen Swayne Kuhantilope, ist lohnenswert. In den Savannengebieten sind hier Zebras, Kudu und Dikdik zu entdecken, während in den Wäldern Paviane, Buschböcke, Flussschweine und Meerkatzen zu Hause sind. Bei einer Bootstour über den Chamo-See können riesige Krokodile, Nilpferde und zahlreiche Wasservögel beobachtet werden.
Konso – Turmi – Jinka – Mago Nationalpark – Omo River
Die weitere Fahrt führt Richtung Süden entlang des Chamo-Sees nach Konso. Für den Besuch der Altstadt von Konso, deren Gassen mit Basalt gepflastert sind, wird Eintritt erhoben. Das Volk der Konso ist bekannt für ihre Generationspfähle und ihren Totenkult. Von Konso führt die Route Richtung Westen durch Tsemay- und Bena-Stammesgebiete nach Turmi und von hier Richtung Norden nach Jinka, dem Tor zum Mago Nationalpark. Ein Besuch der Mursi ist sicher einer der Höhepunkte einer Reise in Äthiopiens Süden. Nach dem Schönheitsideal der Mursi tragen die Frauen riesige Tonscheiben in Lippen und Ohren, während die Männer mit Schmucknarben tätowiert sind. Am Omo-River leben die Völker der Hamer, Ari und Bena, die ihrer Körperbemalung viel Zeit widmen und kunstvolle Frisuren tragen.