Impfschutz
Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden älter als
1 Jahr bei Einreise aus einem Gelbfieberinfektionsgebiet gefordert. Bei
einer direkten Einreise aus Deutschland bzw. anderen nicht-endemischen
Ländern ist die Impfung nicht erforderlich. Bei fehlender Impfung und
Ankunft aus einem Infektionsgebiet wird die Impfung am Flughafen gegen
eine Gebühr von USD 50,00 durchgeführt.
Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt weiterhin einen
Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie, Poliomyelitis (Kinderlähmung) und
Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer
Exposition zusätzlich Hepatitis B, Tollwut und Typhus.
Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den
Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe http://www.rki.de)
sollten auf aktuellem Stand sein.
Malaria
Größte Gefährdung für Bevölkerung und Besucher stellt die landesweit
und ganzjährig verbreitete Malaria dar (mehr als 85% Malaria tropica,
diverse Resistenzen gegen Malariamittel). Die Übertragung erfolgt durch
den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt
verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen
Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis
Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in
dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt
in einem Malariagebiet notwendig. Bei Aufenthalt im Mosambik wird eine
Malariaprophylaxe empfohlen.
Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige
Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem deutschen Markt
erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen
bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor
der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw.
Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen,
HIV/AIDS
ist im Lande ein großes Problem und eine große Gefahr für alle, die
Infektionsrisiken eingehen: Durch sexuelle Kontakte, bei Drogengebrauch
(unsaubere Spritzen oder Kanülen) und Bluttransfusionenen besteht
grundsätzlich ein hohes, lebensgefährliches Risiko. Kondombenutzung
wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera
Zur Regenzeit kommt es immer wieder zu vermehrten Cholerafällen..
Diese schwere Darminfektion betrifft überwiegend ärmere
Bevölkerungsanteile mit niedrigen Hygienestandards bei der
Wasserversorgung.
Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen
sich die meisten Durchfallerkrankungen und besonders Cholera vermeiden.
Einige Grundregeln: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken,
z.B. Flaschenwasser, nie Leitungswasser. Im Notfall gefiltertes,
desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs auch zum
Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel
gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen
von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit
Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der
Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht
durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten
Dengue-Fieber und Chikungunya-Fieber
sind Ursache für Fieber entlang der Küste. Beide werden durch tagaktive
Mücken übertragen. In Einzelfällen können ernsthafte Gesundheitsschäden
mit Todesfolge auftreten. Mückenschutz ist die einzige Vorsorgemaßnahme.
Schistosomiasis (Bilharziose)
Die Gefahr der Übertragung von Schistosomiasis besteht beim Baden in
Süßwassergewässern im gesamten Land. Baden im offenen Süsswasser sollte
daher grundsätzlich unterlassen werden.
Quelle:
Auswärtiges Amt
Bürgerservice
Arbeitseinheit 040
D-11013 Berlin
Tel.: (03018) 172000
Fax: (03018) 1751000