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Mosambik von A-Z

Allgemeine Daten
Offizieller Name: República de Moçambique (Republic of Mosambik)
Fläche:  799.380 km² (Vergleich BRD: 357 042 km²)   
Staat:  Republik  
Staatssprache:  Staatssprache ist Portugiesisch, daneben 15 afrikanische Sprachgruppen mit vielen Dialekten. Kisuaheli gewinnt durch die Alphabetisierung an Bedeutung  
Bevölkerung:  Rund 17,9 Millionen Einwohner (21,2 pro km²)  
Stadtbevölkerung:  34% (2000)
Trotz der zunehmenden Urbanisierung lebt die Mehrzahl der Mosambikaner in ländlichen Regionen. Fast die Hälfte der Bevölkerung ist auf die Zentralprovinzen Zambezi, Nampula, und Sofala konzentriert.  
Es gibt in Mosambik rund 40 ethnische bzw. 15 Sprachgruppen. Die Makua-Lomwe stellen mit 40% den größten Bevölkerungsteil. Weitere 25% gehören zu den Thonga-Gruppen (Tswa, Ronga, und Tsonga-Shangaan) und 15% zu den Shona. Kleinere Gruppen umfassender Sena-Nyanja, Chopi, Makonde und Swahili. Ungefähr 1% Bevölkerung sind Portugiesen. Außerdem gibt es eine kleine Anzahl anderer Europäer und Asiaten.
Entwicklungsstand    
 HDI-Rang:  157/162 (2001)  
Auslandsverschuldung:  1 Mrd. US$  
BSP (in Mrd. US$)  3,4  
BSP Wachstumsrate (in %)  10  
BSP/Kopf: (US$)  193  
Anteil der Entwicklungshilfe am BSP: (in %)  30 (1998)  
Inflation: (in %)  21,9  
Urbanisierung: (in %)  34  
Bev.-Wachstum/Jahr: (in %)  2,6  
Kindersterblichkeit: (in %)  11,4  
HIV-infizierte Erwachsene: (in %)  13,2  
Alphabetisierung der Erwachsenen: (in %)  59,3 (m), 27,9 (w) (1999)  
Einschulungsrate: (in %)  47 (m), 40 (w)  

Essen und Trinken
Die Küche bietet u.a. viel Fisch und Meeresfrüchte. Das Leitungswasser ist nicht trinkbar, es sollte gekauft oder abgekocht werden.

Flughafengebühren
Diese sind teilweise im Flugticket eingeschlossen. Die Flugausreisesteuer liegt bei internationalem Abflug derzeit USD 20, bei Abflug innerhalb von Mosambik USD 8. Diese Steuern sind vor Ort bar zu bezahlen.

Geld

Die Landeswährung in Mosambik ist der Metical (MZM).
1 Metical (MZM) = 100 Centavos. 1 MZM = ca. € 0,000003, 1€ = ca. 32.111 MZM.

Bargeld: Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist nicht erlaubt. Devisen können in beliebiger Höhe eingeführt und bei Einreise-Deklaration wieder ausgeführt werden. Kreditkarten werden nur in einigen Geschäften in der Hauptstadt und in größeren internationalen Hotels und Lodges
akzeptiert. Touristische Leistungen werden auf US Dollar Basis abgerechnet.

Reiseschecks (Traveller Cheques) können momentan bei keiner Bank in Mosambik eingelöst werden. Es empfiehlt sich daher ausreichend Bargeld in US-Dollar oder südafrikanischen Rand mitzuführen. EURO werden außerhalb Maputos nur selten akzeptiert. Kreditkarten werden in Hotels, Restaurants und Supermärkten in Maputo und einigen wenigen Hotels im Lande akzeptiert. Neuerdings kann man an vereinzelten Geldautomaten in größeren Städten geringere Geldbeträge (bis ca. 250 EUR) auch mit EC-Karte abheben.

Geschichtlicher Abriss
Bereits zur Zeit der großen Bantu-Reiche herrschte an der mosambikanischen Küste ein reger Fernhandel mit arabischen und indischen Händlern. Anfang des 16. Jh. erreichten Portugiesen die Küste, die von ihren Handelsstationen an der Sambesi-Mündung aus ihren Einfluss ins Landesinnere ausbauten und die arabischen Händler verdrängten. Aufgrund der ökonomischen Schwäche gelang den Portugiesen erst gegen Ende des 19. Jh. die endgültige Etablierung der Kolonialmacht in Mosambik. Die Verschlechterung der Lebensverhältnisse der einheimischen Bevölkerung, bedingt durch Einführung von Zwangsarbeit, Zwangskulturen und Wanderarbeit, v.a. in den südafrikanischen Minen, verstärkte den Widerstand, der schon der kolonialen Eroberung entgegengesetzt worden war. 1962 gründete sich die FRELIMO (Frente de Libertacao de Mocambique), die zwei Jahre später den bewaffneten Kampf aufnahm und schließlich 1975 die Unabhängigkeit von Portugal erreichte. Bereits im Unabhängigkeitskampf von sozialistischen Staaten unterstützt, wurde die FRELIMO zur Einheitspartei und Mosambik zur sozialistischen Volksrepublik. 1979 brach ein langjähriger blutigen Bürgerkrieg zwischen FRELIMO und RENAMO, einer hauptsächlich vom südafrikanischen Apartheidsystem unterstützten Rebellenarmee, aus. Nach Friedensverhandlungen in Rom wurde der Krieg 1992 weitgehend unbeachtet von der Weltöffentlichkeit beendet. Bei den Wahlen 1994 und im Dezember 1999 siegten die FRELIMO und Präsident Joaquim Alberto Chissano jeweils knapp vor der RENAMO und deren Kandidaten Dhlakama. Die mosambikanische Gesellschaft steht heute vor großen Herausforderungen, u.a. nationale Versöhnung, Stabilisierung des Friedens, Demokratisierung der Gesellschaft und nationaler Wiederaufbau. Präsident Chissano erklärte bereits seinen Verzicht auf eine weitere Amtszeit nach den für 2004 vorgesehenen Wahlen, um den eingeschlagenen Demokratisierungsprozess des Landes weiter zu stärken.
Gesundheit
Zum Thema Gesundheit lesen Sie bitte unsere ausführlichen Reise und Sicherheitshinweise!

Kleidung
Es wird helle Sommerkleidung empfohlen. Am frühen Morgen sowie am Abend sollten insbesondere Arme und Beine bedeckt sein, um Schutz vor Mücken zu bieten. Insektenschutzmittel ist zudem unerlässlich.

Ortszeit
Im Winter (europäischer Sommer) gibt es keine Zeitdifferenz, zur Sommerzeit beträgt die Zeitdifferenz plus eine Stunde.


Reisezeit
Beste Reisezeit: Die beste Zeit für einen Mosambikbesuch ist während der kühleren Trockenzeit von Juni bis November. Während der Regenzeit muss man im Süden gelegentlich mit Überschwemmungen rechnen und manche Straßen werden unpassierbar oder schwierig zu befahren.
An den Küstengebieten herrscht ständig ein tropisch feuchtes Klima.

Tourismus    
Mosambik ist in der Tourismus-Welt als „Indian Ocean Treasure“ bekannt. Die Gastfreundschaft und Aufgeschlossenheit der Menschen sowie die Schönheit der Natur (z.B. die Inseln Moçambique, Bazaruto und Inhaca, die Strände von Tofo, Wimbe und Závora sowie die Naturparks Gorongoza und Maputo) ziehen immer mehr Touristen an. Langsam entsteht auch eine touristische Infrastruktur.
Sehenswürdigkeiten: Insel Mosambik (Weltkulturerbe), Bazaruto-Archipel; Cabora Bassa; Nationalpark Gorongosa; Maputo, Quelimane, Inhambane, Praia de Tofo, Praia de Bilene,

Transport und Verkehrsmöglichkeiten 
   
In Mosambik herrscht Linksverkehr. Die Straßen werden weiter ausgebaut, dennoch eignet sich Mosambik nicht für Selbstfahrer. Wer es dennoch wagt, muss beachten, dass abgesehen von den
Hauptstraßen (zwischen dem südl. Krüger NP bis Maputo und entlang der Küste nördlich von Maputo und um Pemba) die meisten Strecken nur mit Allrad-Fahrzeugen inklusive Dachzelten befahren werden sollten. Ausreichende Ortskenntnisse, mindestens 2 Fahrzeuge und GPS Navigation sind absolute Voraussetzung.

Die städtischen Busse sind stets überfüllt, überschaubare Fahrpläne gibt es nicht. Die sog. Capas, billige Sammeltaxis, sind zumeist für Ausländer zumutbar. Die Zahl der offiziellen Taxis nimmt zu, jedoch kann man nur vor größeren Hotels, am Flughafen und vor dem Zentralmarkt (Avenida 25 de Setembro) mit Sicherheit ein Taxi antreffen. Die neueren Taxis haben taxameter, der Fahrpreis sollte jdennoch vor Fahrtantritt ausgehandelt werden. (Flughafen - Stadt ca. 70.000,- Meticais, meist wird der Fahrpreis jedoch in Rand oder Dollar verlangt).

Unterkünfte
Die Unterkünfte sind in Mosambik oft sehr einfach. In Maputo, Beira, Vilanculos und Pemba sowie auf der Insel Bazaruto und auf den Quirimbas findet man Hotels von hohem internationalem Standard und erstklassige Lodges.

Visum
Ihr Reisepass ist das wichtigste Reisedokument. Vor Reiseantritt überprüfen Sie, ob Ihr Reisepass noch wenigstens weitere 6 Monate gültig ist und ob genügend Platz für Visaeintragungen und Stempel zur Verfügung steht (bei Ein- und Ausreise über Südafrika mindestens 3 freie Seiten).
 
Deutsche Touristen benötigen ein Visum für die Einreise. Visa erhalten Sie in der Botschaft von Mosambik. Sie vergibt Visa für einfache und mehrfache Einreise mit unterschiedlicher Aufenthaltsdauer. Bei Beantragung in Europa für eine einmalige Einreise mit Aufenthaltsgültigkeit für 30 Tage kostet das Visum EURO 30 (Deutschland). Visaverlängerungen können in den Einwanderungsbehörden (migracao) in jeder Provinzhauptstadt beantragt werden. Die Bearbeitungszeit beträgt 1 –3 Tage.

Die Bestimmungen können sich jederzeit ändern!
Deutsche Botschaft in Mosambik: (Tel.: 01-492714) 506 Rua Damiaode Gois, Maputo

Wirtschaft
Ein großer Teil des Bruttosozialprodukts (1998 ca. 2 Mrd. US-$) wird nicht im Lande erwirtschaftet, sondern mit Hilfe des Auslands als Entwicklungshilfe aufgebracht. Der im Rahmen der HIPC-Initiative (highly indebted poor countries) beschlossene 90-prozentige Schuldenerlass kommt Mosambik als einem der ersten Schuldnerländer zugute. Der Erlass beläuft sich auf insgesamt ca. 2,4 Mrd. US-$.
1987 setzte eine zögerliche Umorientierung in Richtung Marktwirtschaft ein. Von Weltbank und IWF unterstützt wurde ein umfassendes Strukturanpassungsprogramm aufgelegt, das sich in immer neuen Auflagen als Ordnungsrahmen der wirtschaftlichen Konsolidierung versteht. 1995 hat das mosambikanische Parlament den 5-Jahres-Wirtschaftsplan als Reform- und Stabilitätspaket verabschiedet. Bis Anfang 2000 wurden über die Treuhandgesellschaft UTRE von rund 1.250 Staatsbetrieben 900 kleine und mittlere sowie 85 Grossunternehmen privatisiert.
Wichtigster Wirtschaftszweig ist die Land- (25%) und Fischereiwirtschaft (13%), gefolgt vom Bereich Handel und Dienstleistungen (37%). Auf die Bereiche Bauwirtschaft und Verkehr/Kommunikation entfallen je 12,5% des Bruttoinlandprodukts. Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung ist in etablierten Wirtschaftszweigen tätig; fast zwei Drittel der ca. 17 Mio. Mosambikaner betreiben Subsistenzwirtschaft.
Fast völlig ungenutzt ist noch das touristische Potential des Landes. Eine Gruppe von internationalen Investoren, die sich in der „Paradise Coast Development Company“ zusammengeschlossen haben, haben im Februar 2000 Pläne bekannt gegeben, in der Provinz Gaza umfangreiche Investitionen im Tourismusbereich durchzuführen. Seit 2001 versucht das Tourismusministerium Investoren für ein großen Tourismuskomplex bei Ponta do Ouro, 70 km südlich von Mosambik, zu gewinnen.
Zu den Zukunftsprojekten Mosambiks gehört der Energieexport. Die Rehabilitierung der kriegszerstörten 1.400 km langen Überlandleitungen des Cabora-Bassa-Staudamms ist weitgehend abgeschlossen. Cabora Bassa ist Afrikas größtes Wasserkraftwerk.
Wichtigste Ausfuhrgüter sind land- und fischereiwirtschaftliche Erzeugnisse. Sie machen ca. 80% des Exportvolumens aus, davon Krustentiere allein 30%. Bedeutende Ausfuhrartikel sind mit 13% Baumwolle und mit 8% Cashewnüsse. Eine untergeordnete Rolle spielen Zucker, Hölzer und Kopra. Angestiegen ist der Export von Industrieprodukten, z.B. Textilartikel nach Südafrika. Hauptabnehmer mosambikanischer Waren ist mit 23% Spanien, gefolgt von Südafrika mit einem Anteil von 21%.
Wichtigste Einfuhrgüter sind Maschinen und Anlagen, elektrotechnische und chemische Erzeugnisse (insb. Erdöl und Medikamente), Grundnahrungsmittel, Industrie- und Konsumgüter aller Art. Die Waren kommen zu 28% aus Südafrika. Deutschland spielt mit 4% als Herkunftsland eine untergeordnete Rolle.

Länderinformationen zu Mosambik vom Auswärtigen Amt